Taijiquan

Taijiquan (Tai Chi)

Formen

Es werden die klassischen Hand- und Waffenformen (Taolu) vermittelt. Zu ersteren gehören Laojia Yilu, Laojia Erlu, 38er, die moderne und sehr komplexe 56er Wettkampfform und die anspruchsvolle 13er Form nach Meister Shen Xijing. Zu den Waffenformen gehören Schwert, Säbel, Doppelsäbel, Fächer, Stock, Drachenlanze, Speer und einige andere. Die Waffen als Verlängerung der Arme helfen, die in den Handformen erlernten Prinzipien auf einer anderen Ebene umzusetzen und zu vertiefen. Fehler werden deutlicher. Es ist schwieriger, das Zentrum zu halten. Das Training mit Waffen kräftigt die Gelenke und Muskeln der Hände und Arme sowie den übrigen Körper.

Tuishou und Sanda

Weiterhin gibt es ein komplexes System an Partnerübungen, das Tuishou, auch als Push Hands oder Schiebende Hände bekannt. Dabei werden zunächst bestimmte Muster erst mit einer Hand, dann beidhändig und mit Schrittkombinationen geübt, bei denen man lernt, seine Struktur und die vom Partner zu verstehen sowie das Qi „zu hören“ und bei einem Fehler des Partners frei anzuwenden. Im Anschluß gibt es das freie Tuishou, den Taijiquan-Ringkampf, wie er auch auf Wettkämpfen ausgeübt wird und als letzte Stufe den freien Kampf, das Sanda (Sanshou). Hierbei werden Schläge (Dafa), Tritte (Tifa), Würfe (Shuaifa) sowie Greif-und Hebeltechniken (Qinna Fa) genutzt.